• sandra kramer-kowalzik

Special Leadership Challenges im Home-Office Setup

Aktualisiert: März 27




Nachdem sich die allerersten Wogen gelegt haben, zeigt sich langsam, was der Alltag im Home-Office als Führungskraft mit sich bringt. Der Traum des New-Works ist wahr geworden, das Home-Office, ist mehr oder weniger freiwillig für viele Standard geworden: alles Online, alles Flexibel, keine Fahrzeiten, keine Kollegen, die einen von der Arbeit abhalten, kein Flurfunk – endlich mal konzentriert und fokussiert an einer Sache dran bleiben können und die Dinge erledigt bekommen, die sich schon seit langem auf dem Schreibtisch stapeln – sei es beruflich oder privat... so kann die eine Realität aussehen.

Überall lese ich davon, wie man die so gewonnene Zeit jetzt sinnbringend nutzen kann. Wir sind seit fast 2 Wochen in Quarantäne.... von gewonnener Zeit ist bei mir noch nichts angekommen. Das liegt an meiner Realität, bei der man mit Kindern im Schul- und Kindergartenalter vor ganz anderen Herausforderungen steht und schauen muss, wie man seine Arbeit auch dann noch gemeistert bekommt, wenn das so sorgfältig geflochtene Netz aus Schule, Kindergarten, Mittagsbetreuung, Babysitter, Großeltern, etc. plötzlich zusammenbricht – also, wenn plötzlich neben dem eigentlichen Beruf noch „Home-Schooling“, „Home-Cooking“, „Home-Cleaning“ und „Home-Bespaßung“ der Kleinen 24/7 gestemmt werden müssen.

Beide Realitäten zeigen, welche besondere Herausforderungen sich für Unternehmer und Führungskräfte in diesen Wochen ergeben:

Fokus 1: People Skills

Viel deutlicher als sonst spielt das persönlichen Umfeld und die Persönlichkeit der Menschen eine wichtige Rolle und erhöht die Diversität im Team. Führungskräfte müssen noch individueller als sonst auf ihre Mitarbeiter eingehen:

a. Für die Alleinstehenden, die in ihrer Stadtwohnung vor dem Computer sitzen kann es verdammt einsam werden

b. Für die Mitarbeiter – vor allem Alleinerziehende - mit Kindern kommen neben den Job noch Home-Schooling, -Cooking, -Cleaning etc. dazu – die laufen Gefahr, in die Überlastung zu kommen

c. Mitarbeiter, auf Kurzarbeit gesetzt, die sich Gedanken über ihre Finanzen und die nächste Fälligkeitsraten machen müssen

d. Mitarbeiter, die Sozialkontakte "zum Leben" brauchen, fühlen sich gefangen wie in einem Käfig, während andere Mitarbeiter die Ruhe genießen und Zeit für Reflektion haben


Erste Untersuchungen aus der Isolation in China zeigen, dass viele Menschen mit Angst- und Schlafstörungen sowie Panikattacken zu kämpfen haben (wobei die Arte der Isolation in China natürlich eine deutlich schärfere war als hier bei uns).

Fokus II: Führungsinstrumente der virtuellen Situation anpassen

Von einem Tag auf den anderen müssen Sie sich im virtuellen Raum als Führungskraft bewähren:

a. Was bedeutet es, wenn plötzlich mein ganzes Team, mein Bereich - mehr oder weniger unfreiwillig – ins Home-Office geschickt wird?

b. Wie organisiere ich meinen Führungsalltag um? Wie organisiere ich mich und mein Team?

c. Auf was gilt es zu achten, um mein Team zusammenzuhalten?

d. Wie kann ich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen?

e. Wie kann ich die Produktivität in Meetings, Workshops, etc. sicherstellen?


Diese Herausforderungen müssen j e t z t angegangen werden – neben den strategischen und unternehmerischen Herausforderungen, die sich aus der Krise wirtschaftlich ergeben. In den Gesprächen mit unseren Kunden wir klar, dass genau jetzt diese Themen auf dem Tisch liegen.

Um gut durch diese Zeit zu kommen sind folgende 5 Tipps für Unternehmer und Führungskräfte wichtig:


1. Für die Teams da sein – z. B. sich Zeit für Meetings nehmen und einmal die Woche mit jedem Mitarbeiter persönlich sprechen (Check-In)


2. Sensibel werden für Belastungs-Symptome – die unterschiedlichen Situationen und Schwierigkeiten der Mitarbeiter im Blick haben


3. Aktiv gegensteuern – z. B. durch gezielte und offene persönliche Kommunikation – am besten per Telefon oder Videocall


4. Kniffe für virtuelles Führen lernen – z. B. immer die Video-Funktion zu nutzen, Redezeiten (Monologe) verkürzen, Meetings mit Co-Moderator durchführen


5. auf ihre Selbststeuerung fokussieren, z. B. den eigenen Tagesablauf klar strukturieren, eigene Verfügbarkeit ans Team kommunizieren oder ein Gratitude-Tagebuch anlegen


Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was Sie ganz konkret im virtuellen Alltag für Sie und Ihr Team noch besser machen und sofort umsetzen können, welche Best Practices es aus anderen Unternehmen gibt und wie Sie Ihre Selbststeuerung verbessern können, dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf:

sandra@koru-bcc.de oder melden sich unter +491726102444 bei mir.


Die Inhalte dieses Blog-Beitrags sind in Zusammenarbeit mit Anette Moosmüller (businessforce AG) und Magret Klinkhammer (Leadership Focus GmbH) entstanden.

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