• sandra kramer-kowalzik

An der Spitze ist man allein

Aktualisiert: 21. Aug 2019


In dem INSEAD Artikel "The Cure for the Loneliness of Command" beschreibt Professor Ket de Vries das Dilema der Einsamkeit für Unternehmer und CEOs an der Spitze von Unternehmen. Egal, wie man es dreht und wendet, letztendlich ist man als CEO oder Geschäftsführer allein verantwortlich. Man trifft die Entscheidungen, ist für Jobs als auch Börsenkurse verantworlich und muss mit den Ergebnissen leben. Burnout und Vereinsamung kann die Folge sein. Obwohl es eine echte Gefahr darstellt, wird dieses Thema kaum angesprochen. CEOs spielen lieber nach Außen den "Hero", und erhöhen so den Druck weiter. Offenheit, Vertrauen und sich verwundbar zeigen, sind oft nicht denkbar und werden als Zeichen der Schwäche verstanden.


Es ist wichtig zu verstehen, dass man als CEO Projektionsfläche bietet für Ressentiments und Neider und Gefahr läuft, von "Ja-Sagern" und Opportunisten umgeben zu sein. Die klassische Elfenbeinturm - Falle: man gart im eigenen Saft, in seiner eigenen Bubble und bekommt selten eine ungefilterte, ehrliche Meinung zu hören. Und wenn das doch passiert, besteht die Gefahr, es persönlich zu nehmen, da man ja eigentlich nach Außen keine Schwäche zeigen will. Insgesamt kann es schwierig sein, zu erkennen, wem man vertrauen kann und will.


Als wirkungsvoll haben sich folgende drei Maßnahmen erwiesen:


1) Vorbereitung: Wesentlich ist, sich gut und sorgfältig auf die Aufgabe vorzubereiten. Dabei ist es sehr hilfreich, sich einen erfahrenen Mentor zu suchen, der in einer ähnlichen Position gewesen ist bzw. einen Coach, die sich auf die Positionierung und die ersten 100 Tage für eine solche Positionion spezialisiert hat (wie z. B. mein Netzwerkpartner businessforce).


2) Externes Netzwerk:

Ein Externes Netzwerk aufbauen, mit dem man seine Gedankengänge und Herausforderungen teilen kann. Das kann der Partner sein, Freundeskreise außerhalb der Arbeit, CEO Veranstaltungen an Business Schulen wie z.B. INSEAD und über 360Grad Feedback in der eigenen Organisation. Für Unternehmer bieten sich Netzwerke, wie z. B. EO (Entrepreneurship Organisation) an.


3) Dankbarkeit

Dankbarkeit praktizieren kommt aus der Achtsamkeitspraxis. Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitern und Kollegen um uns herum praktizieren, ist ein starkes Tool, das uns hilft positive Emotionen und Erfahrungen zu erleben. Gleichzeitig baut es Vertrauen und Zugehörigkeit bei unseren Mitmenschen auf und schafft ein positives Arbeitsklima. Damit kann es auch transformativ in einer Organisation wirken. Ein vertrauensvolles Umfeld und psychologische Sicherheit ist DIE Grundlage für erfolgreiche Teams. In neurowissenschaftlichen Studien wurde der positive Einfuss auf die Gesundheit in vielen Studien nachgewiesen (z. B. besserer Schlaf, höhere Zufriedenheit, niedrigere Entzündungswerte, etc. )

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